28. Afrika Cup 2012 / 21.1.2012 – 12.2.2012
Afrika Cup 2012 - ist die Elfenbeinküste zu schlagen?
29. Januar 2012 / hans
Vom 21.1.2012 bis zum 12.2.2012 findet der 28. Afrika Cup 2012 in
Gabun und
Äquatorialguinea statt. Neben den beiden Gastgebern haben sich 14 weitere Länder für den Afrika Cup 2012 qualifiziert. Äquatorialguinea, Botswana und Niger nehmen überhaupt erstmals an diesem Bewerb teil.
Gespielt wird in vier verschiedenen Stadien: Franceville und Libreville in Gabun bzw. Bata und Malabo in Äquatorialguinea. Das Finale wird im Stade Omar Bongo in Libreville gespielt. Das Stadion, benannt nach dem ehemaligen Präsidenten von Gabun, der im Jahr 2009 gestorben ist, fasst ca. 40.000 Zuschauer. In Libreville wird auch das Finale gespielt (neben einem Halbfinale, einem Viertelfinale und Vorrundenspielen).
Das Stade de Franceville mit einem Fassungsvermögen von 25.000 Plätzen wurde im Dezember 2011 rechtzeitig fertig. In diesem Stadion trägt Ghana seine Vorrundenspiele aus, zusätzlich findet hier auch ein Viertelfinale statt.
Das Nuevo Estadio de Malabo liegt in der gleichnamigen Hauptstadt Äquatorialguineas und fasst 15.250 Zuschauer. Hier findet neben Vorrundenspielen auch ein Viertelfinale und das Spiel um Platz 3 statt.
Die neue, 35.700 Zuschauer fassende, Multifunktionsarena in Bata wurde am 6.1.2011 mit dem Länderspiel gegen Südafrika (Endstand 0:0, Trainer Gilson Paulo gab sein Debüt für Äquatorialguinea) eröffnet. In Bata findet neben dem Eröffnungsspiel zwischen Äquatorialguinea und Lybien auch ein Viertel- und Halbfinale statt. Bevor das Stadion in Bata gebaut wurde, war jenes in Malabo das größte des Landes. Ansonsten gab es nur sehr kleine Felder mit geringem Fassungsvermögen, teilweise auch gefährlich für die Fans. Mit dem neuen Stadion in Bata gibt es in Äquatorialguinea nun ein echtes Nationalstadion.
Gruppeneinteilung
Es gibt vier Gruppen zu je vier Mannschaften. In weiterer Folge werden wir die Stärke der einzelnen Gruppen analysieren und eine Tendenz abgeben.
Hier geht’s zum Spielplan vom Afrika Cup 2012!
Gruppe A (Äquatorialguinea, Libyen, Sambia und Senegal)
Der
Senegal war die erste Mannschaft, die sich für den Afrika Cup 2012 qualifiziert hat und ist auf den ersten Blick wohl auch Favorit in Gruppe A. Spieler wie Moussa Sow (Lille), Papiss Demba Cisse (Freiburg) oder Demba Ba (Newcastle) sind nur die besten des 23 Spieler umfassenden Teamkaders, den Teamchef Amara Traore kürzlich vorgestellt hat.
Sambia zählt in dieser Gruppe zu den Außenseitern, doch Trainer Herve Renard traut den Chipolopolo durchaus die eine oder andere Überraschung zu. Bitter ist aber der Ausfall von Mittelfeldspieler William Njobvu und vor allem von Stürmer Jacob Mulenga vom FC Utrecht, der nach wie vor an einer Knieverletzung laboriert. Für in wurde Jonas Sakuhawa, der im Sudan spielt, nachnominiert. Sambia bereitet sich in Südafrika auf den Afrika Cup vor.
Libyen hat mit dem Zusammebruch des Gaddafi-Regimes und dem Bürgerkrieg ein schwieriges Jahr hinter sich, die Qualifikation für den Afrika Cup 2012 unter dem brasilianischen Teamchef Marcos Paqueta glich fast einem Wunder. Aufgrund des Bürgerkrieges wurde die heimische Liga gestoppt und die restlichen Qualifikationsspiele im Ausland ausgetragen. Wie durch ein Wunder gewann man in Ägypten gegen Mozambique 1:0 … wohlgemerkt, mit Spielern ohne Matchpraxis. Das letzte Gruppenspiel bei Tabellenführer Sambia endete 0:0 und Libyen konnte das Ticket nach Äquatorialguinea buchen. Ein schöner Erfolg für das krisengebeutelte Land.
Gastgeber
Äquatorialguinea nimmt zum ersten Mal an einem Afrika Cup teil und gilt als Außenseiter in der Gruppe. Doch man darf auf die Begeisterung im Land gespannt sein, ein Heimvorteil kann schon ungeahnte Kräfte freimachen.
Gruppe B (Elfenbeinküste, Sudan, Burkina Faso und Angola)
Die
Elfenbeinküste ist in Gruppe B ganz klarer Favorit. Da sich ja frühere Gewinner des Afrika Cups wie Nigeria, Ägypten und Kamerun überraschend nicht qualifiziert haben, scheint der Weg frei zu sein für die Elfenbeinküste. Trainer Zahoui hat keine Überraschungen in seinem 25-Mann-Kader, Ausfälle gibt es derzeit auch nicht. Wir werden also Stars wie Didier Drogba, Kader Kéita, die Brüder Kolo und Yaya Touré, Salomon Kalou, Doumbia Seydou, Didier Zokora, Gervinho oder Eboué bewundern können. Keine Ausfälle, gute Stimmung und Vorbereitung in Abu Dhabi (damit man in Ruhe arbeiten kann). Der Weg über den Titel führt nur über die Elfenbeinküste.
DerÂ
Sudan ist wohl nur Außenseiter in dieser Gruppe. Nach dem Afrika Cup 2008 in Ghana hat man nun wieder die Qualifikation geschafft und hofft, besser abzuschneiden als in Ghana vor vier Jahren. Eine Fussballnation war der Sudan nie eine große, vor dem Afrika Cup 2008 konnte man sich 32 Jahre lang nicht für diesen Bewerb qualifizieren. Das Nationalteam des Sudan bereitet sich in Katar auf den Afrika Cup 2012 vor, bestreitet dort auch einige Testspiele und Mohamed “Mazda” Abdallah ist optimistisch, dass man in Äquatorialguinea eine gute Figur machen wird. Im Kader des Sudan befinden sich mit Kelechi Osunwa und Kayode Sherif Sule auch zwei in Nigeria geborene Spieler. Beide haben im Jahr 2004 zwar schon für Nigeria gespielt, doch handelte es sich um keine Bewerbsspiele und so dürfen sie für den Sudan auflaufen. Vor allem von Kelechi Osunwa, der drei Jahre Topscorer in der sudanesischen Liga war, darf man sich einiges erwarten. Dass man auf Spieler anderer Nationen zurückgreifen muss, zeigt aber, dass es sich beim Sudan um kein Land mit einer großen Fussballtradition handelt.
Burkina Faso musste noch etwas um die Teilnahme am Afrika Cup 2012 zittern. Namibia, einer der Gegner in der Qualifikation und an Burkina Faso gescheitert, protestierte vor dem internationalen Sportgerichtshof in Lausanne, weil Burkina Faso in zwei Spielen der Qualifikation mit Herve Zengue einen in Kamerun geborenen Spieler eingesetzt hat. Dem Protest wurde nicht stattgegeben, Namibia muss die Gerichts- und Anwaltskosten zahlen und Paulo Duarte, der portugiesische Trainer Burkina Fasos, hat den Verteidiger, der bei Terek Grosny in Russland spielt, aus dem Kader entfernt. Im vorläufigen 23 Mann-Kader gibt es auch keine Überraschungen, die besten Spieler wie Kaboré (Olympique Marseille), Pitroipa (Rennes), Traoré (Auxerre) und Koné (Olympique Lyon) sind natürlich dabei. Mit Bertrand Traoré, der bei Chelsea in der Reserve spielt, ist sogar ein 16jähriger im Team Burkina Fasos dabei. Er ist der jüngere Bruder von Alain, der bei Auxerre spielt, und hat bereits zwei Länderspiele absolviert. Umgekehrt ist Moumouni Dagano mit 31 Jahren und vier Afrika Cup-Teilnahmen der erfahrenste Spieler bei Burkina Faso. Schafft man diesmal den Aufstieg ins Viertelfinale? Wenn man sich den Kader betrachtet, kann man diesem Team durchaus die eine oder andere Überraschung zutrauen. Obwohl Angola und vor allem die Elfenbeinküste in Gruppe B die Favoriten sind.
Mit Jaime, Manucho Barros und Bastos hat
Angola-Trainer Lito Vidigal drei Debütanten für den diesjährigen Afrika-Cup einberufen. Alle spielen noch in der heimischen Liga und waren zuletzt ausgezeichnet in Form. Auf Geraldo, der in Brasilien spielt und zuletzt dem Team immer absagte, verzichtet Vidigal. Von der Kaderstärke her sollten Angola und Burkina Faso um den zweiten Platz in der Gruppe spielen. In den leten Testspielen wurde Sambia 1:0 besiegt, gegen Kamerun gab es ein 1:1 und gegen Namibia eine Nullnummer.
Gruppe C (Gabun, Tunesien, Niger, Marokko)
Gastgeber
Gabun spielt zwei Gruppenspiele in Libreville und eines in Franceville. Zuletzt spielte man 0:0 in einem Testspiel gegen Burkina Faso. Bevor der Afrika Cup 2012 angepfiffen wird, wird es noch ein Testspiel gegen den Sudan geben. Generell ist die Gruppe C sehr ausgeglichen, ein echter Favorit ist eigentlich nicht auszumachen. Gabun hat hier als Gastgeber durchaus Chancen, um ins Viertelfinale aufzusteigen.
Tunesien gilt nach dem Sieg der African Nations Championship 2011 als Geheimfavorit auf den Titel. Trainer Sami Trabelsi ist nach wie vor Trainer von Tunesien. 2011 war alles in allem ein erfolgreiches Jahr für den tunesischen Fussball. Nach dem Gewinn der African Nations Championship, die 2011 im Sudan stattfand (im Finale wurde Angola 3:0 besiegt), gewann auf Vereinsebene Esperance de Tunis die afrikanische Champions League und Oussama Darragui wurde zum besten Spieler Afrikas gewählt. Das erste Vorbereitungscamp für den Afrika Cup 2012 absolvierte Tunesien in Spanien. Dort gewann man gegen die baskische Nationalmannschaft 2:0, gegen die katalanische gab es trotz einer Vielzahl an Chancen auf beiden Seiten nur eine Nullnummer. Mit Tunesien ist sicher auch 2012 wieder zu rechnen. In der sehr ausgeglichenen Gruppe C sollte man sich letztendlich durchsetzen können.
Niger war die Überraschungsmannschaft der Qualifikation, da man sich gegen Kaliber wie Ägypten und Südafrika durchsetzte. Neben Äquatorialguinea und Botswana ist man die dritte Mannschaft, die sich zum ersten Mal für einen Afrika Cup qualifizierte. Bekanntester Spieler ist sicher der bei Lille spielende Olivier Harouna Bonnes. Mit Maazou Moussa Ouwo (Zulte Waregem) spielt ein weiterer Spieler des Niger in Europa. Wer in der Qualifikation für eine so große Überraschung sorgen kann, vor dem sollte sich jeder Gegner in Acht nehmen. Doch jetzt werden die Gegner gewarnt sein, also wird es ganz schwer werden. Doch einen Vorteil hat Niger trotz allem, das Ziel ist erreicht und man kann locker drauf los spielen.
Marokko bereitet sich im spanischen Marbella auf das Turnier vor. Trainer Erik Gerets hat bereits seinen endgültigen 23 Mann-Kader bekannt gegeben. Vor allem die Offensive mit den Premier League Stürmern Marouane Chamakh und Adel Taarabt kann sich sehen lassen, dazu der sich in Form befindliche Oussama Assaidi (Heerenveen) und Youssef Hadji aus Rennes. Im Kader befinden sich übrigens nur vier Spieler aus der heimischen Liga. Normalerweise müssten in dieser Gruppe Marokko und Tunesien aufsteigen, doch was ein Heimvorteil für Gabun ausmacht bzw. wozu eine Sensationsmannschaft wie der Niger im Laufe des Turniers fähig sein werden, kann noch nicht abgeschätzt werden.
Gruppe D (Ghana, Botswana, Guinea, Mali)
Asamoah Gyan war der letzte, der im Traingscamp
Ghanas in Südafrika angekommen ist. Nun hat Trainer Goran Stevanovic den gesamten Kader zur Verfügung, von den Namen und der spielerischen Qualität her sollte Ghana diese Gruppe gewinnen. Neben dem schon erwähnten Asamoah Gyan sind Spieler wie Jonathan Mensah, Derek Boateng, die Ayew-Brüder, Sulley Muntari oder Prince Tagoe eine stete Gefahr für das gegnerische Tor. Asamoay Gyan leidet zwar derzeit an einer Kniesehnenverletzung, bis zum Beginn des Turniers könnte er aber fit werden. Ein Spieler wie Michael Essien, der bei Chelsea bereits sechs Monate an einer Knieverletzung laboriert, ist allerdings nicht so leicht zu ersetzen. Essien hat zuletzt für die Reservemannschaft von Chelsea erstmals wieder gespielt, der Afrika Cup kommt aber zu früh und so wurde er nicht in den Ghana-Kader aufgenommen.
Botswana hat sich zum ersten Mal für den Afrika Cup qualifiziert und gilt als großer Außenseiter. Bis auf einige Spieler, die in Südafrika spielen, verdienen alle ihre Brötchen in der heimischen Liga. Lediglich der 34jährige Dipsy Selolwane hat etwas Erfahrung in Europa, spielte kurze Zeit in Dänemark und danach vier Jahre in den USA. Er wird das unroutinierte Team nach der sensationellen Qualifikation als Kapitän auf das Feld führen. Botswana war übrigens das erste Team, das sich für den Afrika Cup 2012 qualifizierte, wobei die größte Sensation der Auswärtssieg bei Titelverteidiger Tunesien war gefolgt von Siegen über den Tschad und Togo. Es bleibt aber dabei, Botswana kann ab 21.1.2012 nur mehr überraschen.
Guinea bereitet sich in Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste, auf das Turnier vor. Teamchef Michel Dussuyer kann auf Spieler wie Pascal Feindouno, Boubacar Diallo, Ousmane Barry, Ismael Bangoura oder Aziz Abdul Keita zurückgreifen. Guinea ist zum zehnten Mal beim Afrika Cup dabei. 1976 erreichte man das Finale. Bei den letzten Teilnahmen Guineas 2004, 2006 und 2008 kam man aber nie über die Gruppenphase hinaus und auch diesmal ist das Chancenverhältnis sehr ausgeglichen.
Mali kann unter Trainer Alain Giresse durchaus als einer der Geheimfavoriten bezeichnet werden. Der Großteil der Spieler spielt bereits in Europa. Angeführt von dem bei Barcelona spielenden Seydou Keita spielen die meisten Leistungsträger der Nationalmannschaft in den großen europäischen Ligen. Bei Mali hat man die Enttäuschung des frühen Scheiterns 2010 in Angola noch nicht ganz verdaut. Gut gespielt hat man damals ja, aber es fehlten die entscheidenden Tore und so verabschiedete man sich vor einem Jahr bereits in der Vorrunde. Diesmal ist das Minimalzielt Platz 2 in Gruppe D, was ohnehin schwer genug werden wird. Ein Spieler wie Frédéric Kanouté, der aus persönlichen Gründen auf den Afrika Cup in diesem Jahr verzichtet, wird zwar mit seiner Erfahrung auf alle Fälle fehlen, doch wenn man sich den Kader Malis betrachtet, dann kann man schon sagen, dass es sich hier um ein technisch und auch körperlich starkes Team handelt. Von der Qualität her müsste sich die Mannschaft qualifizieren. Das Mali aber immer wieder auch für Aussetzer gut ist, hat man erstens beim letztjährigen Afrika Cup und in der Qualifikation gesehen, als man auf den Kapverdischen Inseln 0:1 verloren hat.
Wettquoten – Afrika-Cup 2011
Elfenbeinküste 2.65 bei Unibet
Ghana 6.00 bei William Hill
Senegal 8.50 bei Unibet
Marokko 10.00 bei William Hill
Tunesien 11.00 bei Unibet
100€ Bonus bei Bet365 |
100€ Bonus bei William Hill |
100€ Bonus bei Sportingbet |
100€ Bonus bei Tipico |
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