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Roland Garros: French Open – Aus für den Titelverteidiger!

31. Mai 2009 / lukas

 Rafael Nadal bereits im Achtelfinale ausgeschieden

Was für ein Auftritt vom Schweden Robin Söderling, der den Sandplatzspezialisten Rafael Nadal sprichwörtlich vorgeführt hat. Der erste Satz war mit Abstand der beeindruckenste von Söderling, in dem er Nadal mit 6:2 demütigte. Im zweiten Abschnitt gab es jeweils ein Break auf beiden Seiten und im Tiebreak hatte Nadal wenig Probleme die Oberhand zu behalten. Doch der Schwede überzeugte vor allem mit seinem unglaublichen Aufschlagspiel und sicherte sich auch den 3. und 4. Satz mit 6:4 7:6. Gerade die überragende Vorhand von Nadal unterband der Schwede mit starken Kontern und nahm dem Spanier gleich fünfmal den Aufschlag ab. Der Schwede selbst gab nur zweimal seinen Aufschlag ab. Im entscheidenden Tiebreak setzte sich Söderling mit 7:2 durch. Nachdem Nadal zunächst den ersten Matchball abwehrte verwertete der als Nummer 23 gesetzte Schwede den zweiten und erbrachte wohl die größte Überraschung im bisherigen Verlauf des Turniers. Der ehemalige Weltklassespieler Mats Wilander zeigte sich nach dem Spiel sprachlos und zollte der Leistung von Söderling, der zuvor schon Nadals Landsmann David Ferrer ausgeschaltet hat, Tribut. Somit ist nach dem Serben Novak Djokovic bereits der zweite topgesetzte Spieler ausgeschieden. Nadal zeigte sich nach seinem Abgang sehr enttäuscht und verschwand wortlos prompt in der Kabine. In der Zwischenzeit liess sich Söderling auf dem Center Court gebührend feiern.

Der Brite Andy Murray, Nummer drei des Turniers, zeigte nach seinen eher schwachen Auftritten gegen den aufschlagsstarken Kroaten Marin Cilic keine Schwächen und setzte sich mit 7:5 7:6 6:1 klar durch. Eine weitere heiße Nummer auf den Titel bei den French Open ist der Chilene Fernando Gonzalez, der bisher ebenfalls beeindruckend spielte, und dem Rumänen Victor Hanescu mit 6:2 6:4 6:2 keine Chance liess. Die Nummer 12 des Turniers gilt weiterhin als Topkandidat für den Sieg bei den French Open. Der Rumäne war bisher eine der größten Überraschungen auf der Tour, schaffte es nun bis ins Achtelfinale und schaltete in Runde 3 sogar Lokalmatador Gilles Simon in drei Sätzen aus. Ebenfalls ein junges, hoffnungsvolles Talent ist Maximo Gonzalez aus Argentinien, doch gegen Tommy Robredo schied er dann trotz Satzgewinn aus. Die deutschen Hoffnungsträger sind nach den Erfolgen eines Michael Stich 1996 neben Thomas Haas, der Chardy in 4 Sätzen bezwang , auch sein Landsmann Philip Kohlschreiber. Dieser sorgte für eine große Überraschung, als er den Serben Novak Djokovic eindeutig mit 6:4 6:4 6:4 aus dem Turnier beförderte.

 

Favoritensterben bei den Damen

Kein Wunder, denn bei den Frauen herrscht derzeit eine unglaubliche Leistungsdichte. Einige neue, junge Talente konnten bei den heurigen French Open bereits ihre Stärken ausspielen. Bereits gestern überraschte vor allem die Rumänin Sorana Cristea, die die aufschlagsstarke Dänin Caroline Wozniacki mit 7:6 7:5 ausschaltete. Die junge Cristea erwies sich als konstantere Spielerin, wobei Wozniacki wegen Rückenproblemen etwas gehandicapt war. Das soll aber nicht die Leistung der jungen Rumänin schmälern, die sich auch schon vor den French Open ins Rampenlicht spielte. Samantha Stosur erbrachte ebenfalls eine Überraschung. Die Australierin zeigte sich gegen Olympiasiegerin Jelena Dementieva sehr ambitioniert und zeigte kaum Schwächen bei ihrem Aufschlag. Stosur gewann mit 6:3 4:6 6:1 und zog somit ins Achtelfinale ein. Dort wartet nun die Lokalmatadorin und einzige Französin Virgine Razzano. Keine Blöße gab sich bisher die Weltranglisten-Erste Dinara Safina, die auch im Achtelfinale keine Probleme mit Aravane Rezai hatte und nur ein Game in zwei Sätzen abgab. Die russische Armada rund um Safina zeigte einmal mehr ihre Vormachstellung im Tennis. So zogen auch Sharapowa und Kuznetsowa ins Achtelfinale ein. Ana Ivanovic, Titelverteidigerin, musste dagegen gegen die starke Weißrussin Viktoria Azarenka mit 6:2 6:3 den kürzeren ziehen. Das Vorhaben, die French Open erneut zu gewinnen, blieb somit aus. Die größte Widersacherin von Safina ist eine andere Serbin: Jelena Jankovic überzeugte gerade in Paris und zog gegen Jamila Groth (AUS) locker ins Achtelfinale ein. Jankovic trifft nun auf das junge Talent Cristea. Dominika Cibulkova meldete sich zurück und zog nach dem ungefährdeten Sieg über Agnes Szavay (6:2 6:4) bereits ins Viertelfinale ein. Nach dem Ausscheiden von Venus Williams beschränkt sich der "Sister Act" auf die jüngere Schwester Serena, die allerdings nicht zu den größten Favoriten auf den Sieg zählt, da sie sich bisher geradezu durch die Runden quälte. Im Achtelfinale trifft die als Nummer 2 gesetzte auf Aleksandra Wozniak aus Kanada. 

 

French Open Favoriten

Beim 16,150.460 Millionen Dollar Turnier in Paris hat sich gerade bei den Herren der Favoritenkreis erweitert. Nach dem Aus von Djokovic und Nadal sind nun andere Spieler ins Rampenlicht gerückt. Neben Federer (Quote 2.20 bei Boylesports) werden auch Gonzalez (Quote 12.25 bei Pinnacle) und dem Russen Dawidenko (Quote 9.00 bei Mybet) gute Chancen auf einen Sieg bei den French Open gegeben. Doch wieso sollten nicht auch die Überraschungen Söderling oder auch Kohlschreiber bei den wechselnden Windbedinungen ihre Chance nützen? Aber auch Roddick, der bisher eine solide Leistung geboten hat, zählt zum Favoritenkreis. Seine gefährlichste Waffe ist sein Aufschlag, mit dem er schon einige Gegner zur Verzweiflung brachte. Bei den Damen gibt es nicht so viele Favoriten. Hier wird wohl Dinara Safina den Titel holen, zu dominant ist sie derzeit bei den Damen. Bei 888 Sports gibt es auf einen Sieg der Russin die Quote 2.00. Asarenka oder auch Stosur können durchaus mit weiteren Glanzleistungen das Finale erreichen, aber auch Cibulkova und Kuznetsova bleiben weiterhin selbstsicher, eine weiter Woche mit Hochspannung wird erwartet.

 




Werder Bremen gewinnt zum sechsten Mal den DFB-Pokal

31. Mai 2009 / joe

Jeder große Star war einmal ein kleiner Junge. Jeder kleine Junge hatte einmal Bilderbücher. Unrealistische, ultrapositive Geschichten, die von kleinen Jungen erzählen, die aufwachsen, ihre Idole spielen sehen und davon träumen auch mal in einem Finale zu stehen. Irgendwann steht dann der kleine Junge aus der Geschichte als großer Junge in einem Finale. Am Besten noch neben seinem – inzwischen alten – Idol. In der Spielentscheidenen Situation spielt dann das Idol den Ball links raus, auf den erwachsenen Jungen und der netzt ein zum alles entscheidenden 1:0 im großen Finale.

Am gestrigen Sonntag kam es zum letzten großen Showdown des deutschen Fußballs vor der Sommerpause – nach dem vorentscheidenen Sieg der Nürnberger in Cottbus bietet allenfalls das Relegations-Rückspiel um den Aufstieg in die 2. Bundesliga noch ein wenig Spannung. Mit Bayer Leverkusen und Werder Bremen standen sich zwei Teams gegenüber, die im Allgemeinen nicht das viel zitierte Sieger-Gen in sich tragen. Lange Zeit zeigten beide, dass sie in entscheidenen Momenten ihre Qualität nicht umsetzten können. Beste Chancen durch Patrick Helmes (22.) freistehend aus acht Metern auf Seiten der Roten aus dem Westen sowie durch Diego (25.), der den Ball nur für den einschußbereiten Thorsten Frings hätte liegen lassen müssen, auf Seiten der Grün-Weißen aus dem Norden. Das Scheidsrichtergespann um Dr. Helmut Fleicher verwährte beiden Teams eine glasklare Torchance durch nicht existentes Abseits, hatte das Spiel aber immer unter Kontrolle. Schon gegen Ende der ersten Halbzeit konnten sich die Werderaner ein Übergewicht erspielen, welches sie zu Beginn der zweiten Halbzeit beibehielten und in mitten ihrer Drangphase mit dem Fürhrungstor durch Mesut Ozil (58.) belohnt wurden. Da Leverkusens Abwehrspieler Manuel Friedrich den Ball entscheidend abfälscht, kann durchaus vom Glück des Tüchtigen gesprochen werden. In der Folge begannen die Bremer mit jeder Minute, die von der Uhr runtertickte, den minimalen Vorsprung zu verwalten. Dies wurde durch die Leverkusener, die auch keine Hochkaräter mehr erspielen konnten, allerdings nicht mehr bestraft. Am Ende heiß es 1:0 für die Mannen von der Weser.

Bayer Leverkusen, dass von der Öffentlichkeit nach der Saison 2001/2002 den Stempel Vizekusen aufgedrückt bekommen hatte, konnte sich, trotz kreativer Versuche der Fans ("Who the Fuck is Vizekusen?"), wieder einmal nicht durchsetzten und musste sich am Ende mit einer Silbermedallie zufrieden geben. Kein Tor, keinen Titel. Genauso schwer wiegt sicherlich der somit verpasste Einzug in die neue Euro League. In Leverkusen wird es nun sehr schwierig die junge Mannschaft (Altersdurchschnitt im DFB-Finale unter 25 Jahren) zusammen zu halten. Denn talentiert ist sie allemal. Ein Patrick Helmes beispielsweise wird im Markt schon von vielen  – international vertretenden – Wettbewerbern umworben.

Für die Bremer birgte diese Spiel nicht nur die Gefahr das zweite Finale innerhalb weniger Wochen abzugeben, in der nächsten Saison nur national aktiv zu sein und somit diese Saison nicht erreicht zu haben. Viel schlimmer noch. Ausgiebig hatten die Werderander Fans – und Tim Wiese – auf dem HSV rumgehackt, weil dieser in dieser Saison immer nur nah dran war und letztlich doch keinen Erfolg feiern konnte. Die Schmach der Hamburger wäre auf die Bremer zurückgeschoßen gekommen, da Hamburg sich am letzten Spieltag doch noch das internationale Geschäft sichern konnte. Bekanntlich ist dieser Kelch an den Bremern vorbeigezogen. Auch auf anderen Ebenen war es ein besonderes Spiel. So feierte Diego seinen Ausstieg mit einem Titelgewinn. Den Braselianer zieht es ins zuschauerarme Italien nach Turin, wo er dann vor 3. Liga Kulissen spielen darf. Emotionaler war der Abgang von Frank Baumann. In der 60. Minute, kurz nach der Bremer Führung, wechselte Trainer Thomas Schaaf seinen Kapitän aus. Dieser wurde mit stehenden Ovationen vom Olympiastadion in Berlin verabschiedet. Was der 33 jährige nach der aktiven Fußballerkarriere machen wird, hat er noch nicht verkündet – vielleicht schreibt er Kinderbücher über Mesut Özil.




MLB Play of the Day: Washington Nationals vs. Philadelphia Phillies

29. Mai 2009 / johannes

Ab sofort werde ich eine kleine Rubrik führen, mit dem Namen "Game of the Day", welches in meinen Augen das am besten zu wettende Spiel ist in der Major League of Baseball am Spieltag ist.

Für heute den heutigen Freitag, den 29.05.2009, ist das für mich das Matchup Washington Nationals bei den Philadelphia Phillies. Dort stehen sich im heutigen Pitching Duell Ross Detwiler für die Nationals und J.A. Happ für die Phillies gegenüber. Ross Detwiler stand diese Saison erst zwei mal auf dem Mound. Einmal 5.0IP gegen Pittsburgh Pirates, in der er auf 4 Hits 2 Runs abgab und einmal gegen die Baltimore Orioles, in der er zwar nur 1 Run auf 6.0IP abgab, doch relativ großes Glück im dritten Inning hatte, in dem er sich die Basen mit 3 Walks volllied, aber glücklicherweise keinen Run kassierte.
Insgesamt steht nun Ross Detwiller mit einer 0-0 Bilanz und einem ERA von 2.45 diese Saison noch recht solide da.
Für J.A. Happ ist es allerdings heute schon das 14te mal das er auf dem Mound steht. Zu Hause startete er schon einmal als Starter, wo er auch gleich einen Sieg verbuchte. Gegen die Nationals steht er diese Saison schon mit einer Won/Lost Bilanz von 2-0 und einer starken ERA von 0.00. Für diese Saison macht das für ihn insgesamt eine Won/Left Bilanz von 2-0 mit einer ERA von 2.6.
Alles in allem ist für mich der Pitchingvorteil schonmal seitens Phillies, da sie einfach den etwas erfahreneren Pitcher haben und dieser sogar schon erfolgreich gegen das Gegnerische Team geworfen hat.

Gucken wir uns nun die Zahlen und Trends etwas genauer an:

Dort sehen wir, das die Nationals eine W/L Bilanz von 6-17 on the Road haben, hingegen aber die Phillies at Home auch nicht grade viel stärker zu seien scheinen mit einer Bilanz von 9-14. Doch gucken wir genauer hin, sehen wir das die Nationals in ihren Game 1 in den Serien 3-13 stehen und hingegen die Philies mit einer 10-6 etwas solider zu seien scheinen. Weitere Intressante Betting Trends sind:

Washington Nationals:

# Nationals are 12-48 in their last 60 vs. a team with a winning record.
# Nationals are 1-10 in their last 11 Friday games.
# Nationals are 0-5 in their last 5 road games vs. a team with a home winning % of less than .400.
# Nationals are 16-52 in their last 68 road games.
# Nationals are 17-55 in their last 72 games following a loss.
# Nationals are 18-37 in their last 55 games vs. a left-handed starter.
# Nationals are 16-44 in their last 60 vs. National League East.

Philadelphia Phillies:

# Phillies are 4-0 in their last 4 games following a loss.
# Phillies are 10-2 in their last 12 home games vs. a left-handed starter.
# Phillies are 4-1 in their last 5 Friday games.
# Phillies are 5-2 in their last 7 vs. National League East.
# Phillies are 9-4 in their last 13 games on grass.
# Phillies are 9-4 in their last 13 overall.
# Phillies are 48-22 in their last 70 during game 1 of a series.
# Phillies are 4-1 in Happs last 5 starts.

Head to Head:

# Nationals are 17-36 in the last 53 meetings.
# Nationals are 1-5 in the last 6 meetings in Philadelphia.

Zu den Bullpen lässt sich abschließend ebenfalls der Vorteil bei den Phillies suchen. Abrufbar wären für die Phillies Pitcher mit einer Durchnittsera von 4.4 die in den letzten 3 Starts auf einen Schnitt von 3.63 kamen, wobei für die Nationals nur Pitcher abrufbar wären, die auf eine Gesamtera von 5.52 kommen und in den letzen 3 Starts sogar bei einem Schnitt von 6.26 landeten.

Für mich sind heute die Phillies ganz klar zu favourisieren, was anhand der Quote für die Buchmacher ebenfalls der Fall ist. Die Höchsquote findet man derzeit bei Pinnacle für 1.62.




French Open: Venus Williams scheitert an Szavay

29. Mai 2009 / christoph

 

Nun ist es also doch passiert. Mit Venus Williams hat sich die erste ganz große Spielerin von den French Open verabschiedet. So groß die Überraschung doch war, es hatte sich bereits in den ersten Tagen angedeutet. Zweimal musste Venus bereits in den dritten Satz gehen und auch im Doppel mit ihrer Schwester Serena war Williams noch unterwegs. Bereits gestern hatte Venus Matchball gegen sich, aber letztendlich doch den Sieg in der Tasche.

Doch heute Nachmittag wurde die Partie noch schwächer. Viel zu viele vermeidbare Fehler und gerade einmal 33% erfolgreicher Punkte wenn der 1.Aufschlag kam, wie im erstem Satz,  lassen einen Sieg einfach nicht zu. Dass es aber sogar ein niederschmetterndes 0:6 im erstem Satz wurde ließ das Gesicht der Mama erstarren. Erst einmal in der Karriere gab Venus einen Satz bei den French Open mit selbigem Resultat ab. Dabei wuchs Szavay aus Ungarn über sich hinaus.  Zugegeben, auch nach dem Satzverlust sahen viele Experten in der Amerikanerin die Siegerin, Auch die Wettanbieter favorisierten Szavay nur minimal und gaben Williams über 70% auf einen Erfolg im zweitem Satz.

Auch dieser begann mit Breakbällen, die aber ungenutzt blieben, was Venus den ersten Spielgewinn einbrachte.  Das Spiel stand endgültig auf der Kippe als die an 3 gesetzte das Break zum 4:3 schaffte. Doch die Stabilität war an diesem Tag einfach nicht da. Die langen Bälle kamen bereits auf der T – Linie auf oder versprangen völlig. Dafür spielte die Ungarin ein ums andere mal kurz vor die die weiß markierten Striche. Beim Spielstand von 5:4 servierte die von den Fans unfair ausgepfiffene Amerikanerin gegen den Matchverlust und verlor nach 30:30 zwei Big Points in Folge und somit das Match.

Während Szavay ihren Triumph genoss, verzog sich die geschlagene schnell in den Katakomben. Aufgrund der Doppelkonkurrenz wird sie aber weiterhin in Paris zu sehen sein.

Unterdessen gibt es frohe Kunde für alle deutschen Tennisfans. Kohlschreiber, der Satz 5 gegen Ferrero am heutigem Freitag beenden musste steht in Runde 3. Die Nerven hielten im richtigem Moment und somit bleibt nach dem Ausscheiden aller Damen die Herrenkonkurrenz mit 2 Eisen im Feuer.

 




NBA: Cleveland zieht Kopf aus der Schlinge

29. Mai 2009 / christoph

 

Die Cleveland Cavaliers leben weiter, auch in den NBA Saison 2008/2009. Das dazu ein überragender LeBron James notwendig sein würde war vorhersehbar, dass dieser es aber nahezu perfekt verstand die richtige Mischung aus eigenen Würfen und ablagen auf seine Mitspieler zu finden spricht für den wohl besten Spieler der Welt.

Dennoch war es kein leichter Weg zum 2:3 in der Best of 7 Serie. Bis in die Schlussphase lagen beide Verein gleich auf, doch verhinderte eine starke Serie der Cavs das mögliche Ende. Dabei war es nicht James, der für die Vorentscheidung sorgte, sondern Gibsons Dreier, welche die Magic zur Verzweiflung brachten.

Großen Anteil am Misserfolg bei Orlando aber hatten die Foulprobleme der Topstars. Center Howard zog gleich 2 unglückliche Fouls und musste 10 Minuten mit 5 Fouls spielen, wobei ein weiteres für Howard das Spielende bedeutet hätte. Das unter diesen Voraussetzungen eine starke Verteidigungsarbeit nicht möglich war und somit die Cavaliers viele Freiräume unter den Körben bekamen ist eine logische Schlussfolgerung.

Somit könnte Spiel 6 den Ausschlag für den Seriensieg geben. Ein Heimerfolg der Magic käm dem 4:2 gleich und würde den Sieg für die Außenseiter perfekt machen. Doch ein Auswärtssieg legt alle Trümpfe zurück in die Hände des Königs.

Wenn es gelingt Howard nicht früh aus dem Spiel zu nehmen, sodass dieser länger mit vollem Einsatz gegen James verteidigen kann und Alston zurück zu den Trefferquoten der ersten 4 Spiele findet, dann ist die Überraschung durchaus drin.

Vorerst werden die Los Angeles Lakers versuchen die Serie im Westen mit 4:2 zu gewinnen. Dazu wäre ein Auswärtssieg in Denver nötig. Eine leichte Aufgabe sieht anders aus, doch wird Kobe Bryant alles daran setzen ein 7.Spiel in Los Angeles zu vermeiden.




French Open Tag 5: Fedex mit Sorgen, Damen mit Glück

28. Mai 2009 / christoph

 

Die French Open wollen einfach nicht die ganz großen Sensationen bringen. Auch am 5.Turniertag hatten einige hoch gesetzte Spieler und Spielerinnen große Probleme,doch noch fällt die Eiche nicht,

Am meisten Sorgen hatte der an Nummer 2 gesetzte ewige Rivale von Rafael Nadal: Roger Federer. Fedex, der bereits in den vergangenen Jahren stets am Dauersieger scheiterte kam nur mit viel Mühe an Acsuso vorbei. Der vor dem Spiel für chancenlos gehaltene Kontrahent spielte wo das Duell seines Lebens. Gaben die Buchmacher vor dem Duell gar eine Quote von 4,50 darauf, dass Acasuso zumindest einen einzigen Satz gewinnt, so sollte kurzfristig eine 1,60 auf den Aufstieg Federers gezahlt werden. Bereits Durchgang 1 wurde erst im Tiebreak entschieden. Der vermeintliche schwächere Spieler des Satz gewann mit 8:6, sodass die Weichen doch für einen klaren Dreisatzsieg gestellt waren. Was aber im zweitem und drittem Satz folgen sollte glaubte kaum einer im Philippe Chatrier. Es schien einem Märchen gleichzukommen, wie Acasuso ein ums andere mal Federer zum Laufen brachte. Das Break, welches noch vor einer Stunde direkt vom Schweizer beantwortet wurde hielt bis zum 7:5 Triumph an. Noch verrückter sollten die kommenden Minuten werden. Federer, völlig von der Rolle, traf die Bälle in regelmäßigen Abständen am Rahmen und lag bereits 0:3, 1:4 und gar 1:5 hinten. Doch Federer kam zurück zu seinem Spiel. Der Aufschlagverlust zum 5:3 Acasusos war ein Zeichen, dass dieses Spiel direkt auf der Kippe war. Wie bereits in der gesamten Turnierwoche haben die klaren Favoriten die besseren Nerven. Federer holte sich ein weiteres Break und gewann den Satz 7:6 im zweitem Tiebreak des Tages klar mit 7:2. Die abschließenden Ballwechsel wurden zur Formsache, der Wiederstand des Argentiniers war endgültig gebrochen. Nach einem 6:2 im viertem Satz ließ sich die Nummer 2 der Welt feiern. Solche Siege erringen nur die großen des Tennissports, zu denen Roger sich zählen darf. Eine weitere Hürde hin zum Finale ist erklommen.

Auch Venus Williams sah lange Zeit nicht wie die Siegerin aus. Bereits gestern hatte die Finalisten von 2002 sich einen 6:7 Rückstand eingefangen. Nachdem der mittlere Satz klar an die Amerikanerin ging, musste Williams kurz vor Ende der Partie mächtig zittern. Beim 5:4 und Vorteil Safarova ergab sich die Chance für die Außenseiterin das Match zu beenden. Der vergebenen Chance wird Safarova noch lange nochtrauern. Venus holte sich das Spiel und kurz darauf auch mit 7:5 Satz 3. Reichlich weniger Probleme hatte Schwester Serena. Ein glatter 6:2, 6:0 Erfolg stand für sie zu Buche. Beide Geschwister stehen auch in der Doppelkonkurrent auf dem Spielplan, doch die Belastung scheint besonders Serena wenig zu stören. Ebenso sicher auch Jelena Jankovic, die zwar kurzfristig mit Break zurücklag, aber dennoch 6:1 und 6:2 gewann.

Für das Spiel des Tages aber waren andere Akteure verantwortlich. Jo Wilfried Tsonga aus dem Land der French Open empfing Monaco. Die meisten Buchmacher sahen Monaco als leichten Favoriten, konnte Tsonga doch zuvor in Paris nicht überzeugen. Doch während der knapp 4 Stunden Spielzeit lieferten sich beide einen weltklasse Kampf. Der Athlet Tsonga streute Stoppbälle ein, die kaum besser spielbar waren. Aufgrund des Regens vom Mittwoch war der Platz noch etwas langsamer, sodass kurze Bälle hinter die Netzkante ein bewährtes Rezept in vielen Spielen darstellte. Tsonga kam im einzigem klarem Satz 3 zur Vorentscheidung. Das frühe Break des Franzosen im Viertem konnte Monaco noch erwiedern, war aber im anschließendem Tiebreak unterlegen.

Grund zum jubeln hatte auch Tommy Haas. Zwar benötigte Deutschlands Hoffnungsträger Nerven wie Drahtseile, doch auch ein Fünfsatzkrimi kann ein positives Ende haben. Haas gewann die ersten zwei Sätze gegen Mayer, kam aber daraufhin von seiner Linie ab und musste in einen Entscheidungssatz. Das Break zum 5:3 konnte Tommy bestätigen und siegte mit 6:3.

Dagegn musste Andreas Beck die Segel streifen. Giquel schlug nach Schüttler den zweiten Deutschen aus dem Turnier, immerhin für einen Satzgewinn reichte es aber in der heutigen zweiten Runde.

Das auch die Männer klare Sieger feiern können bewiesen Monfils und Del Potro. Beide gesetzten Spieler gaben keinen Satz ab und kommen den Viertelfinals immer näher. Besonders Del Potro erlangt immer mehr die Stellung des Geheimfavoriten.

Viel Glück benötigte Dementieva um im Turnier zu bleiben. Sie profitierte bei Satzrückstand von der Aufgabe ihrer Gegnerin und kam kampflos zu einem weiterem Match am Samstag.

Morgen darf Titelverteidiger Nadal wieder mitmischen. Er trifft auf Altmeister Hewitt. Auch Djokovic wird seine Partie noch zuende bringen (2:0 Satzstand). Keine Pause bekommt Venus Williams. Die Amerikanerin bestreitet Spiel 3 auf Suzanne Lenglen. Ebenfalls fortgesetzt wird das March zwischen Kohlschreiber und Ferrero. Kohli muss nach verlorenem Tiebreak in Satz 5 glänzen.

Ein Highlight für alle Heimfans könnte das Spiel zwischen Nationalheld Ouanna und Gonzales werden.




Bundesliga Relegation: Nürnberg zurück in der Bundesliga

28. Mai 2009 / christoph

 

Zugegebenermaßen, für jeden Fan von Energie Cottbus möge die Thematik der Überschrift ein wenig arrogant klingen. Doch wer zweifelt ernsthaft noch nach am Aufstieg der Nürnberger in die 1.Fussball Bundesliga.

Das Hinspiel in den nach 18 Jahren wieder eingeführten Reglegationspielen endete mit einem klarem 3:0 Auswärtserfolg für die Bayern. Dabei war es keineswegs der FCN, welcher das Spiel in den Anfangsminuten kontrolliert. Viel mehr besaß Cottbus durch Shao die erste Gelegenheit. Vieles in diesem Spiel erinnert, wenn auch auf spielerisch deutlich niedrigerem Niveau, an das gestrige Champions League Finale zwischem Barcelona und Manchester United. Auch fiel der Führungstreffer für das bis dato schlechtere Team aus dem Nichts heraus. Ein abgefälschter Schuss fand zum Entsetzen des Anhangs von Energie den Weg in das untere rechte Toreck. Boakye ließ sich als Torschütze feiern, wusste aber genau, dass sein Versuch nie ohne Umwege im Kasten gelandet wäre.

Mit der Führung im Rücken spielte Nürnberg ruhigeren Fussball. Die zahlreich erschienenen Fans auf den Übertragungsplätzen in der Heimat fieberten mit dem Zweitligisten, dessen großes Ziel "Auswärtstreffer" bereits nach 20 Minuten erreicht war.

Cottbus wirkte bestürzt, kam selten zu sinnvollen Angriffen. Auch Turbo Skela konnte das Spiel nicht wie gewohnt entfalten. Kurz nach dem Seitenwechsel verdunkelten sich die Wolken weiter über dem Stadion der Freundschfaft. Eigler überwand Keeper Tremmel mit einem gefühlvollem Lupfer.

Eine Minute vor Ultimo macht Boakye mit seinem zweitem Treffer das Unheil für die Gastgeber perfekt. Das 3:0 dürfte bereits die Fahrkarte für ein Jahr in Liga 1 gewesen sein. Tremmel sprach nach dem Match von einem Desaster, nach welchem es unheimlich schwer sei sinnvolle Worte zu ergreifen.

Während der Club in Liga 1 hineinfeiert hält die Serie der Ostdeutschen wohl weiter an. Stets im Dreijahresrhythmus wechseln Auf – und Abstieg ab. In diesem Sinne kommt es wohl erst 2012 zum aufeinandertreffen der Bundesligatopteams mit den sonst so heimstarken Lausitzern.




Die heißesten Fussball-Partien vom Wochenende

28. Mai 2009 / markus

Die heißesten Fussball-Partien vom Wochenende

Datum/Zeit Land Spiel Bemerkung
30.5./16:00 FC Everton - Chelsea FC (FA Cup Finale)
30.5./16:00 Glasgow Ranger - FC Falkirk (schott. FA Cup Finale)
30.5./20:00 Bayer Leverkusen - Werder Bremen (DFB Pokal Finale)
30.5./21:00 FC Toulouse - Olympique Lyon (Ligue 1 38. Spieltag)
30.5./21:00 Olympique Marseille - Stade Rennes (Ligue 1 38. Spieltag)
31.5./15:00 Juventus Turin - Lazio Rom (Serie A 38. Spieltag)
31.5./15:00 AC Florenz - AC Mailand (Serie A 38. Spieltag)
31.5./15:30 1. FC Nürnberg - Energie Cottbus (Bundesliga Relegation RR)
31.5./17:00 Deportivo La Coruna - FC Barcelona (Primera Division 38.Spieltag)
31.5./17:00 CA Osasuna - Real Madrid (Primera Division 38.Spieltag)
31.5./18:00 Galatasaray Istanbul - Sivasspor (Turkcell Süper Lig 34.Spieltag)
31.5./20:15 AEK Athen - Panathinaikos Athen (Super League Play-offs)
31.5./20:15 Hajduk Split - Dinamo Zagreb (Kroatien 1. HNL 33. Spieltag)

Cup-Finale in England, Schottland und Deutschland

Am Samstag findet das FA Cup Finale 2009 in England statt. Everton trifft dabei auf Chelsea. Im Semifinale konnte Everton im Elfmeterschießen Manchester United bezwingen; Chelsea setzte sich gegen Arsenal durch.

Im schottischen FA Cup Finale treffen die Glasgow Rangers auf den FC Falkirk. Die Rangers sind dabei klarer Favorit. Falkirk beendete die Saison in der schottischen Liga auf dem letzten Rang.

Im deutschen DFB Cup Finale haben die beiden Mannschaften Bayer Leverkusen und Werder Bremen noch die Chance sich für die Europa League zu qualifizieren. Leverkusen schaffte den Sprung ins Finale durch einen 4:1 Erfolg gegen Mainz. Werder Bremen bezwang den Hamburger SV mit 2:1.

Deutschland – Bundesliga-Relegation

Im Hinspiel der Relegation konnte sich Nürnberg auswärts bei Cottbus mit einem 0:3 durchsetzen. Im Rückspiel am Sonntag muss Energie Cottbus nun schon eine enorme Leistungssteigerung bringen, damit der Klassenerhalt noch geschafft werden kann.

Frankreich – Ligue 1

In der französischen Liga wird die letzte Runde gespielt. FC Toulouse muss dabei gegen den drittplatzierten Olympique Lyon ran. Mit einem Unentschieden wäre ein Platz nächstes Jahr in der Europa League gesichert.

Olympique Marseille spielt zuhause gegen Stade Rennes. Bei einer Niederlage von Girondins Bordeaux bei SM Caen kann Marseille mit einem Sieg noch Meister werden. Stade Rennes kann sich mit einem Sieg noch einen Platz in der Europa League sichern, muss allerdings darauf hoffen, dass Toulouse und PSG nicht punkten. Zudem darf der OSC Lille nicht mit einer höheren Tordifferenz gewinnen. Es wird also spannend, alles ist noch möglich.

Italien – Serie A

In der letzten Runde der italienischen Serie A trifft Juventus Turin zuhause auf Lazio Rom. Die alte Dame benötigt einen Sieg um den zweiten Platz gegenüber dem AC Milan abzusichern.

Im Spitzenspiel der 38. Runde spielt der AC Florenz gegen AC Milan. Bei einem Heimsieg von CFC Genua gegen den Tabellenletzten US Lecce, muss Florenz wohl zumindest ein Unentschieden holen, ansonsten geht letzte Startplatz in der Champions-League an das Überraschungssteam aus Genua. AC Milan hat noch die Chance an Juventus vorbeizuziehen und wird deshalb nicht klein bei geben.

Spanien – Primera Division

Auch in Spanien wird die letzten Runde gespielt. Deportivo La Coruna hat dabei noch die Möglichkeit bei einem Sieg gegen den FC Barcelona einen Startplatz in der Europa League zu ergattern. Dazu wird allerdings auch Schützenhilfe von Athletic Bilbao gegen FC Valencia von Nöten sein.

CA Osasuna kämpft gegen Real Madrid um den Verbleib in der Primera Division. Die Königlichen stehen bereits fix als Vizemeister fest und werden wohl nicht mehr mit letztem Einsatz in diese Partie gehen.

Türkei – Turkcell Süper Lig

In der Türkei gibt es noch zwei spannende Duelle der Verfolger. Während Besiktas bei einem vermeintlich leichten Gegner den Meistertitel holen kann, kämpft Sivasspor bei Galatasaray Istanbul und Trabzonspor gegen Fenerbahce um den begehrten zweiten Startplatz in der Champions League.




NBA: Lakers verwandeln Minimatchball

28. Mai 2009 / christoph

 

Das wegweisende Spiel 5 in den Western Conference Finals fand die Los Angeles Lakers als Sieger. Der Titelverteidiger im Westen musste sich dabei aber hart gegen die Denver Nuggets wären.

Völlig ausgeglichen verliefen die ersten 36 Spielminuten. Alle drei Viertel endeten mit einem Gleichstand. Doch die ersten 3 Minuten des Schlussviertels entschieden die gesamte Partie. Ein 11:0 Lauf brachte die Lakers zu einer beruhigenden Führung. Odom, Bryant und Gasol sorgten für den Zwischensprint. Die Versuche noch einmal zu einer Wende zu kommen scheiterten auf Seiten der Nuggets. Maximal auf 4 Zähler kamen die Gäste heran, doch am Ende festigte Los Angeles das Ziel "Finals" mit einem 103:94 Erfolg.

Ein Hauptgrund für den Sieg war die schwache Trefferquote des unterlegenen Teams. Besonders Leader Carmelo Anthony traf nur 9 seiner 23 Würfe, wobei ihm auch der Titel "Topscorer der Partie" egal sein wird. Ungewohnt sind auch nur 22 Zähler für Gegenspieler Kobe Bryant. Kobe aber nahm nur 13 Würfe, stellte sich vollends in den Dienst der Mannschaft und hatte somit großen Anteil am Sieg.

Die Serie zieht damit zurück nach Denver, wo die Gastgeber alles tun werden, um ein Entscheidungsspiel in Los Angeles zu erringen. Noch sind keine Quoten für die Begegnung draußen, doch ab 3,00 sind die Gäste sicher zu spielen. Der Kader ist einfach besser. Zwar ist die Ausgeglichenheit ein wichtiger Faktor beim Dallas – Bezwinger, doch einen Spieler der Marke Kobe Bryant fehlt in diesem Team. Auch das Heimrecht kann dies nicht hundertprozentig verdecken, sodass ein Abschluss der Serie in Denver durchaus möglich erscheint.

Ein Ende ist auch in Cleveland heute Nacht möglich. Die 3:1 führenden Orlando Magic haben den ersten von 3 möglichen Matchbällen. Leider haben die Quoten nicht die 6,00 erreicht, doch auch @5 ist Orlando einen kleinen Versuch wert.




French Open Tag 4: Sharapova und Ouanna gewinnen Krimis

27. Mai 2009 / christoph

 

Auch am viertem Turniertag in Paris ging es heiß her. Nachdem alle Erstrundenpartie beendet waren durften sich heute erste Sieger duellieren.

So kamen die Topanwärter auf den Gesamtsieg weiterhin zu klarsten Siegen. Besonders bei den Damen unterstricht Dinara Safina ihre Favoritenstellung, Nach nun gespielten 4 Sätzen hat die Russin noch in keinem mehr als ein Spiel abgegeben. Nach dem 6:0, 6:0 sweep vor zwei Tagen musste nun Diatchenko dran glauben. Auf dem Court Suzanne Lenglen schaffte die Außenseiterin ganze 2 Spielgewinne. Ebenfalls souverän präsentierte sich Ana Ivanovic. Die Titelverteidigerin hatte noch am Sonntag einen Satz abgegeben. Diesmal brachte einzig das Rebreak im zweitem Satz zum 2:2 kurzfristig Spannung. Ivanovic siegt mit 6:1 und 6:2.

Auch bei den Herren blieb Titelverteidiger Rafael Nadal ohne Satzverlust. Beim 6:1, 6:4 und 6:2 zeigte sich den Dauersieger der French Open im Vergleich zum Auftaktspiel deutlich verbessert. Die Form für einen weiteren Triumph im Philippe Chatrier scheint gefunden. Auf einen bärenstark kämpfenden Potito Starace traf Mitfavorit Andy Murray. Der Schotte musste über 4 Sätze gehen und kam zu keinem einzigem souveränem Satzgewinn. Doch in typischer Manier war Murray stets dann am stärksten wenn die Big Points gespielt wurden.

Die deutschen Hoffnungen sinken in Paris alljährlich mit den ersten Turniertagen auf ein Minimum. So musste bei den Frauen mit Anna Lena Grönefeld bereits die letzte Deutsche passen. Dulko besiegte die Sensationssiegern vom Montag in einem abwechslungsreichem Match mit 7:6, 0:6, 6:2. Auch auf der ATP Tour klagt Deutschland über Verluste. Mit Kiefer und Petzschner sind 2 der 4 verbliebenen Kandidaten in Runde 2 gescheitert. Verdasco machte mit Philipp Petschner kurzen Prozess und festigt seine Position im erweitertem Kreis der Kandidaten auf ein Halbfinale. Nicolas Kiefer lieferte gegen den an 14 gesetzten Ferrer ein starkes Match, zwang den Spanier über die volle Distanz, wurde aber für den Kampf nicht belohnt und schlich nach einem 2:6 im Entscheidungsdurchgang doch enttäuscht aus der Anlage in Court 7.

Für die Spiele des Tages waren andere Namen zuständig. Das mit Spannung erwartete Duell bei den Damen zwischen Nadia Petrova und Maria Sharapova hielt die Versprechungen. Nachdem beide Spielerinnen einen Satz gewonnen hatten und dabei teils starkes Tennis ablieferten, sollte der Finalsatz zu einem echtem Krimi werden. Für beide Spielerinnen war der Sieg besonders wichtig, liegt doch aufgrund der leichten Setzliste nun ein Viertelfinalspiel direkt in der Luft. Maria Sharapova fehlte in den langen Ballwechseln noch die Konstanz, versuchte die Punkte schnell zu beenden. Petrova dagegen leistete sich sehr wenige vermeidbare Fehler, konzentrierte sich auf längere Ballwechsel und ließ sich auch durch zahlreiche Asse Sharapovas nicht entmudigen. Im Schlussabschnitt sah die leicht niedriger quotierte an 11 gesetzte Russin mehrfach wie die sichere Siegerin aus.0:1 und 2:4 lag Maria bereits hinten. Beim Stand von 2:4 und 15:40 wurden die zwei Breakchancen Petrovas zu kleinem Matchbällen, die sie nicht nutzen konnte. Im anschließendem Krimi schlugen beide Frauen für WTA Verhältnis stark auf, sodass 5 Spiele in Folge von der Aufschlägerin dominiert wurden. Die ehemalige Australian Open Siegerin musste dabei noch ein wenig mehr zittern, wehrte den einzigen Breakball aber per Ass ab.  Spiel 14 im drittem Satz wurde zum Schicksspiel. Nach schnellem 0:30 Rückstand flatterten die Nerven Petrovas, deren krachende Vorhand erst im Aus den Boden küsste, womit ein spannendes Match, welches 2 Siegerinnen verdient gehabt hätte 6:2, 1:6 und 8:6 endete.

Wer denkt, dass ein dramatischeres Match kaum möglich sei, hätte ab 20 Uhr wieder den Fernseher anschalten sollen. Auf dem Centercourt lief Ouanna gegen Marat Safin. Während Dinara Safina ganze 12 Spiele selbst gewinnen musste, sollte Safin trotz 32 eigener Spiele am Ende ohne Erfolg dastehen. Der 0:2 Satzrückstand, eingefangen in zwei Tiebreaks, konnte von Marat Safin noch mit 6:3 und 6:4 gewendet werden. Mit einem Break Vorsprung hielten die meisten Zuschauer das Spiel für entschieden, doch die Kämpferqualitäten eines Ouannas sollten noch genau im rechtem Moment kommen. Beim Spielstand von 4:4 war die Partie wieder völlig ausgeglichen, beide Spieler dominierten mit hammerharten Aufschlägen. 3 Matchbälle konte Ouanna nicht nutzen doch im Kopf blieb der Franzose unglaublich stark, brachte trotz der negativen Motivation stets seinen eigenen Aufschlag durch. Das warten sollte ein Ende haben, welches Ouanna triumphierend genoss. 7:6, 7:6, 4:6,3:6,10:8 endet das Match für den ungesetzten französichen Helden.

Nicht die Begegnung vollständig beenden konnte Venus Williams. Die Schwester von Serena zeigte wie schon im Erstrundenmatch große Schwierigkeiten und wird morgen versuchen müssem den 0:1 Satzrückstand noch in einen Sieg umzuwenden. Auch die Schwester und Jankovic müssen morgen wieder auf den Platz. Roger und Djokovic wierden nach dem heutigem Sieg von Nadal nachziehenm auch Monfils, vorhin noch begeister Zuschauer der Ouanna – Partie, erhält seinen zweiten Auftritt.

Aus deutscher Sicht werden die Augen besonders auf Court 6 und 7 gerichtet sein. Thommy Haas darf gegen Leonardo Mayer ran, Andreas Beck bekommt es mit Schüttler Bezwinger Giquel zu tun.















































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