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EM Tipps - Deutschland gegen Polen am 8.6.
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8.6. - Deutschland gegen Polen
Vorbericht
Das letzten Aufeinandertreffen dieser beiden Nationen war für Deutschland sehr erfreulich. Mit einem Tor von Olivier Neuville in der Nachspielzeit
begann das deutsche Sommermärchen 2006, das die Nationalmannschaft letztendlich auf einer Euphoriewelle bis auf den 3. Platz spülte, so richtig.
Auch in den restlichen Länderspielen gegen Polen behielt Deutschland meist die Oberhand. Gewinnen konnte Polen nie und in 15 Länderspielen gab es
nur vier Unentschieden. Polen selbst qualifizierte sich zum ersten Mal für eine Europameisterschaft und das ausgesprochen souverän als Tabellenerster
mit acht Siegen, vier Unentschieden und nur zwei Niederlagen. Ebi Smolarek war dabei der beste Torschütze und auch auf ihm ruhen die Hoffnungen
von Leo Beenhakker und den polnischen Fans. Pikant auch, dass die deutschen Stürmer Miroslav Klose, Lukas Podolski und Piotr Trochowski in Polen
geboren wurden. Klose und Podolski unterhalten sich untereinander auch auf dem Spielfeld meist polnisch. Deutschland ist in diesem Spiel
klarer Favorit, doch wie schwer gerade Auftaktspiele in ein großes Turnier sind, mussten auch schon andere Nationen erfahren. Leicht wird es für
das Team von Jogi Löw mit Sicherheit nicht.
Matchanalyse und Tipp
Ein hitziges Duell erwartet uns bei Deutschland gegen Polen. Die
polnische Zeitungslandschaft zeichnet sich momentan durch
geschmacklose Berichte und Fotos aus. Sogar die UEFA kritisiert
blutrünstige Fotomontagen, welche die abgeschlagenen Köpfe
von Michael Ballack und Joachim Löw zeigen. Der Sport sollte
durch solche Schlagzeilen jedenfalls nicht in den Hintergrund
rücken und es bleibt zu hoffen, dass sich die Spieler durch
solche Geschmacklosigkeiten nicht aus dem Konzept bringen
lassen.
Aber nun zum Spiel, Deutschland muss eigentlich mit einem Sieg
ins Turnier starten, damit in Ruhe weitergearbeitet werden kann.
Vor allem Michael Ballack befindet sich in einer tollen Form.
In letzten Testspielen, in denen man sich wirklich nicht mit
Ruhm bekleckerte, war er immer die Schaltzentrale und erste
Anlaufstation im Mittelfeld. Miroslav Klose wirkt sehr dynamisch,
Torsten Frings scheint seinen Platz in der Stammelf ebenfalls
fix zu haben. Was die Aufstellung für Sonntag betrifft, liess
sich Löw bisher nur bei Bastian Schweinsteiger in die Karten
blicken. Die Form beim Bayern-Spieler stimmt nicht, er wird
wohl gegen Polen fehlen. Philipp Lahm hingegen ist auf der
rechten Seite gesetzt. In der Abwehr gab es allerdings in
den letzten Testspielen sehr große Abstimmungsprobleme,
die gilt es noch auszumerzen.
Polen-Trainer Leo Beenhakker hat die polnische Nationalmannschaft
in den letzten beiden Jahren. Mit Maciej Zurawski hat er einen neuen
Spielgestalter und Kapitän gefunden, zusätzlich mit Ebi Smolarek eine
schnelle, hängende Spitze. Beenhakker spielt generell gerne mit
schnellen Leuten an den Flanken. Mit Blaszczykowski und Krzynowek
hat er dafür die richtigen Spieler gefunden. Die Innenverteidigung
bildet mit Jacek Bak und Michal Zewlakow ein besonders stabiles
Bollwerk. Polen wird wahrscheinlich mit einem variablen 4-2-3-1 System
spielen, bei Bedarf auf ein 4-4-2 wechseln. Die Verteidiger sollen
auf einer Linie spielen, über die zwei schnellen Flügelspieler
soll der Ball nach vorne getragen werden. In der Mitte gibt es mit
Zurawski eine Art Spielmacher, der den einzigen Stürmer (Smolarek)
mit Bällen bedient. Polen ist ein sehr unberechenbarer und schwer
auszurechnender Gegner, die Mannschaft ist eingespielt. Probleme
könnte es dann geben, wenn ein Schlüsselstürmer verletzungsbedingt
ausfällt. Einen Ersatz für Smolarek gäbe es beispielsweise nicht.
Das Selbstvertrauen bei den Polen stimmt. Die Stimmung ist gut,
es gibt keine verletzungsbedingten Ausfälle. In den Testspielen
taten sich die Polen allerdings schwer. Besonders im Sturm merkte
man doch, dass den Polen vorne ein Brecher fehlt. Während es
vorne Probleme gibt, ist die Defensive das Prunkstück des polnischen
Teams, dahinter gibt es mit Artur Borus einen exzellenten Schlussmann.
Der Spruch "Hinten zu null und vorne hilft der liebe Gott" könnte
sich bei Polen bewahrheiten. Ob man gegen Deutschland allerdings zu
sovielen Chancen kommt wage ich zu bezweifeln. Und ob der eingebürgerte
Brasilianer "Jasiek Rogerski" die Lösung ist sei einmal dahingestellt.
Er soll den tödlichen Pass beherrschen, doch viele Fürsprecher hat er nicht
gerade. Selbst Mitspieler sind etwas skeptisch, was den Brasilianer betrifft.
In den bisherigen direkten Duellen zwischen diesen beiden Nationen gab es
noch keinen polnischen Sieg. Allerdings gingen 11 Spiele unentschieden aus.
Ein Zeichen, dass uns wahrscheinlich auch am Sonntag eine enge Partie mit
wenig Toren erwarten wird. Letztendlich wird Deutschland wohl knapp gewinnen,
möglicherweise mit einem Tor Unterschied. Erinnerungen an die WM 2006
werden wach werden.
Mögliche Aufstellungen:
Deutschland: Lehmann; Jansen, Metzelder, Mertesacker, Lahm; Schweinsteiger, Frings, Ballack, Schneider; Klose, Gomez.
Polen: Boruc; Bronowicki, Bak, Zewlakow, Wasilewski; Krzynowek, Dudka, Lewandowksi, Lobodzinski; Smolarek, Zurawski.
Tipp 1 - Quote 1.55 bei Expekt - Ergebnis 2:0 (Tipp 1)
Die besten Wettquoten für Deutschland gegen Polen
Sieg Österreich Quote 1.55 bei Expekt
Unentschieden Quote 3.75 bei Youwin
Sieg Kroatien Quote 7.50 bei Bet365
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29.6.: EM Finale Deutschland - Spanien
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